Fr.-So. 06.-08. Juli 2018 Schloss Mamling

Gastland

Königreich Marokko
Das Land des Sonnenuntergangs

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Marokko ist ein Staat im Nordwesten Afrikas. Er ist durch die Straße von Gibraltar vom europäischen Kontinent getrennt. Als westlichstes der fünf (mit Westsahara sechs) Maghrebländer grenzt es im Norden an das Mittelmeer, im Westen an den Atlantischen Ozean und im Osten an Algerien. Marokko ist seit 1956 unabhängig und gemäß Verfassung von 1992 eine konstitutionelle Monarchie.

Im Vergleich mit anderen afrikanischen Staaten besitzt Marokko kein großes Staatsgebiet, in seiner Oberflächenform zeigt es jedoch ein überaus wechselvolles Bild. Die Mittelmeerküste ist überwiegend steil und felsig und weist viele Kaps und Buchten auf. Im Westen läuft der gebirgige Küstenabschnitt in der sichelförmig nach Europa gerichteten Nordwestspitze Afrikas aus. Die Atlantikküste dagegen ist eine flache, kaum gegliederte Ausgleichsküste mit starkem Sandtransport. Im Süden und Osten wird das Meseta von den markanten Gebirgszügen des Hohen und Mittleren Atlas umrahmt. Im Gebiet der Westsahara folgen auf eine breitere Küstenebene bis über 350 m ansteigende, von Wadis zerschnittene und mit Dünen überzogene Sandsteinplateaus, die gleichfalls der Sahara zuzurechnen sind.

Klima

Das Klima Marokkos zeigt einen Übergang vom mediterran beeinflussten Nordwesten des Landes zum saharisch-kontinentalen Südosten und Süden. Der Hohe und Mittlere Atlas, die zusammen als eigener Klimaraum aufzufassen sind, bilden mit ihrem Hauptkamm die Klimascheide. Landeinwärts nimmt der mildernde Einfluss des Meeres rasch ab. In den südlich des Atlas gelegenen Sahara-Randgebieten herrscht extrem trockenheißes Wüstenklima.

Flora und Fauna

Auch die Pflanzenwelt ist durch das Atlasgebirge zweigeteilt: Nordwestlich des Gebirges überwiegt der mediterrane Bewuchs, südöstlich davon die Wüstensteppe. Die wildlebenden Tiere haben sich in die dünnbesiedelten Gebiete Marokkos zurückgezogen; einige Arten, wie etwa der Leopard und der Wüstenluchs, sind vom Aussterben bedroht.

Bevölkerung

Bereits im 2. Jahrtausend v. Chr. besiedelten Berber-Stämme das Gebiet des heutigen Marokko. Die Bevölkerung ist in Marokko sehr ungleich verteilt. Etwa 45 % der Bevölkerung sind Berber, Nordmarokko ist eher arabisch. Dazu kommen die aus ursprünglich stammenden Mauren aus Mauretanien.

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Sprache

Etwa 90 % der Marokkaner sprechen das Marokkanische Arabisch. Von Marokkanern berberischer Abstammung werden verschiedene Berbersprachen gesprochen. Die offiziellen Sprachen Marokkos sind das Arabische und das Mazirische. Französisch wird im gesamten Land als Handels-, Bildungs- und inoffizielle Arbeitssprache benutzt. Staatsreligion ist der Islam.

Die bedeutendsten Städte des nordafrikanischen Landes sind Casablanca, die Hauptstadt Rabat, Fès, Marrakesch, Agadir, Tanger und Meknès. Neun Stätten gehören zum Welterbe in Marokko. Wer noch mehr vom Leben und der Kultur Marokkos mitbekommen möchte, den zieht es in die uralten Städte mit ihren Palästen und Moscheen.

Die vier Königsstädte

Kultur pur bieten die vier Königsstädte Fès, Meknès, Marrakesch und Rabat. Sie alle können mit einer Vielzahl prächtiger Moscheen und Herrscherpaläste aufwarten. Marokkos älteste Königsstadt, ist das bereits im 9. Jahrhundert gegründete Fès. Die Medina (Altstadt) gehört heute zum Unesco-Weltkulturerbe.

In Marrakesch – die Perle des Südens – pulsiert das kulturelle Leben des Landes am heftigsten. Hier trifft tausendjährige Architektur  auf Globetrotter und Jetsetter. Seit 1912 residiert der marokkanische König in Rabat. Wenn auch die jüngste Königsstadt, so hat die Region um Rabat doch eine lange Geschichte. Sowohl Knochenfunde aus der Frühzeit des Menschen als auch Überreste der Karthager und Römer zeugen von der langen Besiedelung.

Casablanca

Der Mythos lebt! Auch 60 Jahre nach dem legendären Hollywood-Klassiker, bleibt der Name der größten Stadt Marokkos untrennbar mit dem gleichnamigen Film verbunden. Und noch immer können eingefleischte Filmfans sich in „Rick’s Café“ einen Drink bestellen und dabei das Flair der 1940er Jahre genießen. Als moderne Großstadt wirkt Casablanca im Vergleich zu den anderen Städten Marokkos vergleichsweise weltoffen und aufgeräumt. Zwischen den kolonialen Stadthäusern und modernen Hochhäusern finden sich nur noch wenige alte Bauwerke.

Sonne tanken in Agadir

An der Atlantikküste gelegen, reizt die Stadt Agadir, vor allem nicht nur mit ihren langen Sandstränden und der ewig scheinenden Sonne am blauen Himmel. So manchen packt hier aber auch das Interesse, mehr Marokko zu sehen und die Kultur ein bisschen besser kennenzulernen. Nur etwa 20 Kilometer von der Stadt entfernt, liegt das idyllische Fischerdorf Taghazout. Verwinkelte Gassen, kleine Häuschen und bunt bemalte Fischerboote zeichnen das Bild eines ursprünglichen Marokko, in dem es noch mehr um Fischfang, als um Tourismus geht.

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Mit dem Kamel durch die Sahara

Die Wüste, ein Ort unendlicher Weite, ein Ort der Stille, ein Meer aus Sand wo Raum und Zeit verschwimmt. Eine wunderbare Art, den Rhythmus der Wüste zu erleben ist die Meharee – das Kameltrekking. Das Wüstenpanorama mit mächtigen Sanddünen und glitzernden Bergkuppen im Hintergrund, fängt die Blicke der Reisenden am Tag genauso, wie der sternenübersäte Himmel bei Nacht. Nicht selten zieht eine Sternschnuppe ihren Schweif hinter sich her.

Buchten und Berber, Medinas und Moscheen, Suqs und Sanddünen … Die Vielfalt und das exotische Flair in Marokko faszinierten Reisende bereits lange, bevor der moderne Tourismus entstand. Städte wie Fès, Marrakesch und Casablanca rufen Bilder von Medinas, Gewürzmärkten und Couscous hervor und seine geografischen Extreme – vom Atlasgebirge über Badeorte bis zu Kamelen in der Wüste – machen das Land ungemein fotogen. Der verrückte Zirkus auf dem Platz Djemaa el Fna in Marrakesch mit seinen Weihraucharomen, Verkäufern und Schlangenbeschwörern, ist so skurril und unterhaltsam.